Das waren die Raunächte

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Ich begehe seit vielen Jahren die Raunächte, doch ich glaube, sie sind noch nie so entspannt und erkenntnisreich gewesen, wie dieses Mal. Ich hatte mir nichts weiter vorgenommen, als die Augen zum Thema „aufräumen, anschauen, loslassen oder behalten“ aufzuhalten und es hat einiges gebracht. Das Gepäck, das ich seit vielen Jahren mit mir herumschleppe ist deutlich leichter geworden und ich habe mehr Überblick, einen klareren Blick was in den Ecken verstaubt und dringend bearbeitet werden muss, bevor auch das gehen kann. Eine große Erleichterung war, dass ich nicht mehr in der Beziehung zu meiner Mutter herum dümple. Ich kann akzeptieren, dass wir uns nicht besonders mochten, aber irgendwie geliebt haben.  Thema ist immer noch mein Verhältnis zum Materiellen. Das hat sich deutlich beim letzten Kartenziehen gezeigt. Also arbeite ich dieses Jahr verstärkt daran, dass auf die Reihe zu kriegen.

Rumfortkunst

Holzkunst

Ich glaube so lässt sich am besten beschreiben, was ich so mache. Ich bin ja solche Ökotante, die nicht gerne wegwirft, sondern lieber weiter verarbeitet. Neu kaufen, ist nicht so meines. Lässt sich natürlich im Bereich Wolle nicht vermeiden, aber malen und basteln, da muss es nicht immer gekauft sein. Ein Holzabschnitt und ein bisschen Farbe, reichen da manchmal schon. Das Teil auf dem Foto habe ich vor einigen Jahres gestaltet und liebe es sehr.

Frohes Neues Jahr

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Numerologisch gesehen ist es ein 11er Jahr. Die Karte 11 im Wildwood – Tarot ist „Der Hüter des Waldes“. Im klassischen Tarot ist die 11. Karte „Die Gerechtigkeit“, doch im Wildwood Tart haben die 8. Die Kraft und die 11. Die Gerechtigkeit die Plätze getauscht. Also geht es hier um den sinnvollen Einsatz von Kraft und darum einen Ausgleich zu schaffen. Auch das hat viel mit Gerechtigkeit zu tun. Allerdings eher auf der persönlichen Ebene. Wo setze ich meine Kraft ein, um einen Unterschied zu schaffen? Wie bewusst bin ich mir meiner Kraft? Wichtige Fragen, die man sich immer wieder stellen sollte.

Ich habe mir nichts großartiges fürs neue Jahr vorgenommen, außer achtsam zu sein und mir eben diese Fragen immer wieder zu stellen, um abzugleichen, ob meine Ziele und meine Engagements noch stimmig sind.

 

Pullover, Weste oder Pullunder?

Was wird es werden

Ich habe meine Wollschubladen durchgesehen und eine schöne Wolle für einen dicken Pullover gefunden. Damit hatte ich schon etwas angefangen, es denn wieder aufgemacht und aufgewickelt. Nun wollte ich eigentlich einen ganz anderen Pullover häkeln. Für den erwies sich die Wolle allerdings zu dick und so habe ich mich für ein schlichtes Stäbchenmuster entschieden. Der Rand ist in Reliefstäbchen gehäkelt. Immer ein vorderes und ein hinteres im Wechsel. Ich bin ein wenig gespannt, wie weit die Wolle reichen wird. Schlimmstenfalls wird es ein zweifarbiger Pullover, Pullunder oder eine Weste. Überraschung ist ein wichtiges Element im Leben.

Toe up Socken

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Nun sind die fertig, die ToeUp Socken für Viktor. Ich finde sie sind recht schön geworden. Auf die Shadow Wrap Ferse habe ich allerdings verzichtet, weil ich nach drei Mal alles wieder aufrippeln, keine Lust mehr hatte. Das nächste Mal vielleicht. Als Muster für den Rist und Schaft habe ich 2 Maschen rechts, 2 Maschen links gestrickt und das in jeder 3. Reihe versetzt.

Das Stricken von der Spitze her, gefällt mir dagegen sehr und nachdem ich einiges für mich komfortabler gestaltet habe, ist es auch nicht mehr so fummelig. So nehme ich zum Beispiel für die Maschenaufnahme aus dem Anschlag eine dünnere Nadel, als die mit denen ich nachher stricke. Es geht einfach leichter. Anleitungen zu dieser Art des Strickens finden sich massig auf Youtube.

Bad Wool Week

Nein, eine erfolgreiche Strickwoche, kann man es nun wirklich nicht nennen. Allerlei musste wieder aufgerippelt werden. Das kommt davon, wenn man meint, man kriegt alles auf Anhieb hin und gleich mit der teuren Wolle loslegt.
Zwei Sachen gehen mir seit ich Socken stricke auf die Nerven. Eines sind die Löcher, die oft beim Ferse stricken entstehen, eine weitere, dass das Bündchen oft zu fest gerät und dann schwer über die Ferse geht. Nun las ich in einer Facebook Gruppe, dass es mit einem Shadow Wrap möglich ist, Löcher beim Ferse stricken zu vermeiden. Also habe ich mal wieder Youtube bemüht und mir mehrere Tutorials angesehen. Hier ist es besonders gut erklärt.

Nun weiß ich nicht genau, was bei mir schief ging. Die eine Seite sieht richtig gut aus, die andere, mit Verlaub gesagt, Scheiße. Das Problem elastischeres Bündchen war da einfacher zu lösen. Der Norwegische Kreuzanschlag ist da sehr zu empfehlen.

Wie gesagt, es war nicht meine beste Woche in Sachen Wolle, aber ich bleib dran.

Von der Spitze aus

Es ist ja immer gut, etwas Neues zu lernen. Also habe ich beschlossen, dass es an der Zeit ist zu erlernen, wie man Socken von der Spitze her strickt. Was sich recht einfach bewerkstelligen ließ, da die Göttin Youtube erfunden hat und viele eifrige Handarbeiter*innen sich finden, die ihr Wissen dort teilen. Da ich immer alles Schritt für Schritt lernen muss, habe ich mit diesem Video begonnen.

Jetzt bin ich dabei den Fuß zu stricken und bin bis jetzt sehr angetan. Die Spitze sind schöner aus. Ich habe allerdings ein anderes Muster für Fuß und Schaft gewählt. Ich stricke ein großes Perlmuster (1 Masche rechts, 1 Masche links in jeder 2. Reihe versetzt).

Begonnen habe ich diese Socken mit den Addi Crasy Trio Nadeln, mit denen das Rundstricken so viel bequemer sein soll.  Ich fand es furchtbar unbequem und bin schnell wieder auf das gewohnte Nadelspiel umgestiegen. Never change a running system! Auch mochte ich die Stahlnadeln nicht gerne in der Hand haben. Sie sind mir einfach zu kalt und glatt. Ich bin halt verwöhnt, denn meistens stricke ich mit Holz oder Bambusnadeln.

Eine Kulturgeschichte des Strickens

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Stricken ist in. Wenn man mit der Bahn fährt oder im Café sitzt, so findet sich immer eine, denn meistens ist es eine Frau, die ihr Strickzeug aus der Tasche nimmt und strickt. Was liegt also näher, als ein Buch über das Stricken zu schreiben? Und warum gibt es zwar massig Anleitungsbücher und Plattformen zum Thema, aber keine Kulturgeschichte des Strickens, beginnt man sich da zu fragen. Nun, diese Not hat ein Ende, denn Ebba D. Drolshagen hat sich der Sache eingenommen und dieses Buch geschrieben.

Es ist ein wundervolles Buch geworden. Man merkt die Liebe, die die Autorin für ihr Thema hegt, in jedem Kapitel. Ich selber stricke, seit ich es in der vierten Klasse gelernt habe und ehrlich gesagt, habe ich mir nie groß Gedanken darüber gemacht welche Geschichten daranhängen. Es war etwas alltägliches. erst beim Lesen von Zwei rechts, zwei Links, wurde mir klar, wie reichhaltig die Geschichte des Strickens doch ist und wie vielfältig. Da gibt es die verschiedenen Muster, die in verschiedenen Gegenden der Welt entstanden, die Wollarten und das Färben von Wolle. Stricken war nicht immer ein nützliches Hobby, wie heutzutage gewesen, es war Broterwerb und bittere Notwendigkeit in vielen Gegenden. Es wurde als Erziehungsmaßnahme für Mädchen angewandt, damit diese nicht auf lüsterne Gedanken verfielen. Es war und ist präsent in nahezu allen Kulturen.

Ebba D. Drolshagen schreibt locker und kenntnisreich über dieses Thema. Sie erzählt Geschichten, Anekdoten und Geschichte. Und spannt einen Bogen von der ersten Masche bis zu Ravelry, der Plattform für StrickerInnen im Internet. Das Buch ist spannend geschrieben und ich werde noch lange Freude daran haben, denn es ist eines von denen, in die ich immer einmal wieder gucken werde.

Zwei rechts, zwei links – Eine Geschichte des Strickens

Autorin: Ebba D. Drolshagen

Vorwort: Martina Behm

Verlag Suhrkamp

ISBN 978-3-518-46814-2 

Preis: 18,00 €

Auch als E-Book erhältlich

Geburtstagsgeschenk für Melinda

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Bald hat Melinda Geburtstag. Melinda ist meine jüngere Enkelin und sie wird 7. Ich habe einige Zeit hin und her überlegt, was ich ihr schenken könnte. Also neben dem üblichen Buch. Da kam sie mir von sich aus zur Hilfe und wünschte sich ein paar Socken und ein Dreieckstuch, wie ich es für ihre Mama gehäkelt habe. Dem Wunsch entspreche ich natürlich gerne.

Das verwendete Material ist eine Sockenwolle die zu 60 % aus Schurwolle, 20 % Seide und 20 % Ramin.

Ich mag gerne für meine Lieben etwas handarbeiten. Dabei denke ich an sie und arbeite gute Wünsche und Zauber in das jeweilige Teil mit ein.

Das Tuch ist sehr einfach im Halfgranny Muster. Als Abschluss habe ich zwei Reihen Lochmuster, 1 Reihe Büschelmaschen (3 Stäbchen aus einer Masche arbeiten und zusammen abketten) und 1 Reihe Stäbchen gearbeitet.

Die Socken sind gestrickt mit Bumerangferse. 15 Maschen pro Nadel (Muster 3 rechts 2 links).

 

 

Winterpullover

Mein erstes Projekt in Sachen Bekleidung selber fertigen, ist ein Winterpullover für mich. Zu diesem Zwecke habe ich mir ein Schurwolldochtgarn mit Namen Nordkap besorgt. Das Grau mag auf den ersten Blick ein wenig trist wirken, aber das macht nichts. Ich trage gerne bunte Tücher und Schals, dass bringt genug Farbe.

Es ist das erste Mal, dass ich nicht nach einer Anleitung arbeite, sondern fröhlich drauf los stricke und hoffe dass es was wird. Gleich werde ich noch mal anhand eines bereits existierenden und gut sitzenden Pullovers sehen, wie lang das Teil muss. Die Breite hatte ich ausgemessen.