Eine Kulturgeschichte des Strickens

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Stricken ist in. Wenn man mit der Bahn fährt oder im Café sitzt, so findet sich immer eine, denn meistens ist es eine Frau, die ihr Strickzeug aus der Tasche nimmt und strickt. Was liegt also näher, als ein Buch über das Stricken zu schreiben? Und warum gibt es zwar massig Anleitungsbücher und Plattformen zum Thema, aber keine Kulturgeschichte des Strickens, beginnt man sich da zu fragen. Nun, diese Not hat ein Ende, denn Ebba D. Drolshagen hat sich der Sache eingenommen und dieses Buch geschrieben.

Es ist ein wundervolles Buch geworden. Man merkt die Liebe, die die Autorin für ihr Thema hegt, in jedem Kapitel. Ich selber stricke, seit ich es in der vierten Klasse gelernt habe und ehrlich gesagt, habe ich mir nie groß Gedanken darüber gemacht welche Geschichten daranhängen. Es war etwas alltägliches. erst beim Lesen von Zwei rechts, zwei Links, wurde mir klar, wie reichhaltig die Geschichte des Strickens doch ist und wie vielfältig. Da gibt es die verschiedenen Muster, die in verschiedenen Gegenden der Welt entstanden, die Wollarten und das Färben von Wolle. Stricken war nicht immer ein nützliches Hobby, wie heutzutage gewesen, es war Broterwerb und bittere Notwendigkeit in vielen Gegenden. Es wurde als Erziehungsmaßnahme für Mädchen angewandt, damit diese nicht auf lüsterne Gedanken verfielen. Es war und ist präsent in nahezu allen Kulturen.

Ebba D. Drolshagen schreibt locker und kenntnisreich über dieses Thema. Sie erzählt Geschichten, Anekdoten und Geschichte. Und spannt einen Bogen von der ersten Masche bis zu Ravelry, der Plattform für StrickerInnen im Internet. Das Buch ist spannend geschrieben und ich werde noch lange Freude daran haben, denn es ist eines von denen, in die ich immer einmal wieder gucken werde.

Zwei rechts, zwei links – Eine Geschichte des Strickens

Autorin: Ebba D. Drolshagen

Vorwort: Martina Behm

Verlag Suhrkamp

ISBN 978-3-518-46814-2 

Preis: 18,00 €

Auch als E-Book erhältlich

Geburtstagsgeschenk für Melinda

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Bald hat Melinda Geburtstag. Melinda ist meine jüngere Enkelin und sie wird 7. Ich habe einige Zeit hin und her überlegt, was ich ihr schenken könnte. Also neben dem üblichen Buch. Da kam sie mir von sich aus zur Hilfe und wünschte sich ein paar Socken und ein Dreieckstuch, wie ich es für ihre Mama gehäkelt habe. Dem Wunsch entspreche ich natürlich gerne.

Das verwendete Material ist eine Sockenwolle die zu 60 % aus Schurwolle, 20 % Seide und 20 % Ramin.

Ich mag gerne für meine Lieben etwas handarbeiten. Dabei denke ich an sie und arbeite gute Wünsche und Zauber in das jeweilige Teil mit ein.

Das Tuch ist sehr einfach im Halfgranny Muster. Als Abschluss habe ich zwei Reihen Lochmuster, 1 Reihe Büschelmaschen (3 Stäbchen aus einer Masche arbeiten und zusammen abketten) und 1 Reihe Stäbchen gearbeitet.

Die Socken sind gestrickt mit Bumerangferse. 15 Maschen pro Nadel (Muster 3 rechts 2 links).

 

 

Winterpullover

Mein erstes Projekt in Sachen Bekleidung selber fertigen, ist ein Winterpullover für mich. Zu diesem Zwecke habe ich mir ein Schurwolldochtgarn mit Namen Nordkap besorgt. Das Grau mag auf den ersten Blick ein wenig trist wirken, aber das macht nichts. Ich trage gerne bunte Tücher und Schals, dass bringt genug Farbe.

Es ist das erste Mal, dass ich nicht nach einer Anleitung arbeite, sondern fröhlich drauf los stricke und hoffe dass es was wird. Gleich werde ich noch mal anhand eines bereits existierenden und gut sitzenden Pullovers sehen, wie lang das Teil muss. Die Breite hatte ich ausgemessen.

 

Spinnen mit der Handspindel

Ich würde gerne Spinnen lernen, so richtig mit Spinnrad. Leider geht dieses, sowohl aus pekunären Gründen, wie auch aus Platzmangel nicht. Da fiel mir ein, dass ich vor Jahren eine Handspindel geschenkt bekommen habe. Also habe ich mir kurzer Hand ein Anleitungsbuch besorgt und nun soll es denn losgehen. Die Ergebnisse meine Bemühungen wird man hier bestaunen können. Die ersten werden sicher, viel Anlass zur Heiterkeit geben. Auch zu dem Buch werde ich noch mehr schreiben.