Kabra Craft

Inspired by the kiss of the baltic sea

Monat: Februar 2018

Ruhezeit

Zur Zeit bin ich sehr nach innen gewandt. Was sicher auch damit zu tun hat, dass ich gesundheitlich nicht so ganz auf der Höhe bin. Der matschige Schnee verlockt auch nicht gerne, zum nach draußen gehen und Sonne tanken. Die Karten die ich zur Zeit ziehe spiegeln das auch sehr gut wieder. Heute morgen war es die Mystikerin aus dem Göttinnenzyklus von Cambra Skadé und Ulla Janascheck. Das geheimnisvolle, nicht greifbare treibt mich doch sehr um.  Mehr noch als sonst. Das erste Mal, seit sehr langer Zeit habe ich wieder Lust mich auf eine schamanische Reise zu begeben. Ein wenig in der Anderswelt weilen und Kraft tanken. Außerdem werde ich mich, so bald das Wetter besser ist auf einen Medicin Walk begeben. Wahrscheinlich wird der nicht in der Natur stattfinden, sondern in der Stadt, nachts. Die Stadtenergien interessieren mich sehr.

Ansonsten ist „It’s good to be home“ das Motto. Ich versinke hier in Gedanken und Bilder, während ich häkele und stricke und mich aufwärme. Denn merkwürdiger Weise ist mir dauernd kalt. Kenne ich sonst nicht so. Ich trage schon lange Unterhosen. So weit ist es gekommen.

Meditatives Häkeln

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Beim Häkeln kann ich gut denken und wenn ich das Muster erst einmal begriffen habe, dann falle ich dabei in eine Art Trance und klinke mich aus Welt aus. Wie beim Lesen. Bei diesem Tuch hat es einige Zeit gedauert, bis der Trance Zustand erreicht war. Dabei ist das Stück vom Glück, so heißt das Muster, nicht einmal besonders kompliziert zu arbeiten. Nur dauert es ein wenig, bis man die entsprechenden Anfänge der Reihen hat.

Beim Absinken in das Muster, dachte ich über dessen Namen nach. Ein Stück vom Glück! Warum nur ein Stück? Ist Glück nicht generell überbewertet? Wäre eine dauernde Zufriedenheit nicht eher anzustrebend? Gibt es ein Anrecht auf Glück? Fragen über Fragen, wer hätte gedacht, dass Handarbeiten so einen philosophischen Aspekt haben.

Die 10 der Bögen

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Seit 42 Jahren beschäftige ich mich mit Tarot und arbeite mit verschiedenen Decks. Das Wildwood Tarot und das Druid Craft sind mir im Laufe der Zeit die liebsten geworden. Was sicher daran liegt, dass sie meinem spirituellen Weg entsprechen und keine christlichen Elemente enthalten. Letzteres ist halt einfach nicht mein Weg, der hat seinen Ursprung im keltisch/germanischen Heidentum. Aber zurück zu den Karten. Es gibt immer welche die einen unangenehm berühren. Mir geht es mit der 10 der Bögen so. Im klassischen Tarot ist es die 10 der Stäbe und das Bild ist ein recht ähnliches. Jemand mit schwerem Gepäck erklimmt einen Berg. Der Gedanke dazu in der klassischen Version. Zuviel Belast, Prioritäten setzen, aussortieren. Meine erste Reaktion, wenn ich die Karte zog: ‚Gib gleich auf, du schaffst es eh nicht!‘

Heute morgen habe die die 10 der Bögen gezogen und wieder war da dieses „Gib auf“, doch diesmal wollte ich mich nicht einfach selbst so abspeisen und begann über der Karte zu meditieren und plötzlich traf es mich. Früher war immer in meinem Hinterkopf, wie gelange ich so schnell wie möglich ans Ziel. Diesmal wollte ich nur ankommen, ohne Eile. Also ist die Botschaft nicht aussortieren und vielleicht wichtiges los zu lassen, sondern, langsam, Schritt für Schritt zu gehen. Die Kraft gut einzuteilen und das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Imbolc 2018

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Heidnisch gesehen haben wir Frühjahrsbeginn und irgendwie fühle ich mich auch so. Es ist zwar noch immer alles grau, doch so dann und wann sieht man ein ganz klitzekleines bisschen grün und das stimmt so hoffnungsvoll. Imbolc ist auch immer das Datum, an dem ich das Bild „Die Schnitterin“ gegen „Freya“ austausche. Am 02.08. zu Lughnasad wechselt es denn wieder, denn dann beginnt ja der Herbst. Aber erst einmal wird es warm und ich werde dieses Jahr eine höchst eigene Terrasse kriegen und vielleicht auch viel draußen arbeiten können. Das ist fein.

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Da dies noch ein wenig dauert, habe ich mir fürs erste Tulpen gekauft. Die sind immer so schön und im Grunde meine Lieblingsblumen.

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