Kabra Craft

Inspired by the kiss of the baltic sea

Kategorie: Tarot

Die 10 der Bögen

Zehn der Bögen_v1

Seit 42 Jahren beschäftige ich mich mit Tarot und arbeite mit verschiedenen Decks. Das Wildwood Tarot und das Druid Craft sind mir im Laufe der Zeit die liebsten geworden. Was sicher daran liegt, dass sie meinem spirituellen Weg entsprechen und keine christlichen Elemente enthalten. Letzteres ist halt einfach nicht mein Weg, der hat seinen Ursprung im keltisch/germanischen Heidentum. Aber zurück zu den Karten. Es gibt immer welche die einen unangenehm berühren. Mir geht es mit der 10 der Bögen so. Im klassischen Tarot ist es die 10 der Stäbe und das Bild ist ein recht ähnliches. Jemand mit schwerem Gepäck erklimmt einen Berg. Der Gedanke dazu in der klassischen Version. Zuviel Belast, Prioritäten setzen, aussortieren. Meine erste Reaktion, wenn ich die Karte zog: ‚Gib gleich auf, du schaffst es eh nicht!‘

Heute morgen habe die die 10 der Bögen gezogen und wieder war da dieses „Gib auf“, doch diesmal wollte ich mich nicht einfach selbst so abspeisen und begann über der Karte zu meditieren und plötzlich traf es mich. Früher war immer in meinem Hinterkopf, wie gelange ich so schnell wie möglich ans Ziel. Diesmal wollte ich nur ankommen, ohne Eile. Also ist die Botschaft nicht aussortieren und vielleicht wichtiges los zu lassen, sondern, langsam, Schritt für Schritt zu gehen. Die Kraft gut einzuteilen und das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Tageskarten ziehen

26.01.2018

Meistens wache ich morgens auf und habe sofort tausend Dinge im Kopf, die ich erledigen muss. Wenn ich mich denn sofort ins Hamsterrad begebe, sprich den Rechner und die Telefone einschalte und anfange zu arbeiten, dann bin ich spätestens nach zwei Stunden fertig, also nicht mit der Arbeit, aber mit Jack & Büx, wie man hier im Norden zu sagen pflegt. Während der letzten Raunächte nun, habe ich mir angewöhnt, eigentlich wieder angewöhnt, morgens nach dem Kaffeekochen, erst einmal durchzuatmen und ein kleines Tarotblatt zu legen. Dann setze ich mich mit meinem Kaffee hin und meditiere über den Karten. Dabei geht es mir nicht darum zu erfahren, was der Tag bringt. Manchmal freue ich mich einfach an den Bildern und an anderen Tagen wiederum fällt mir eine Karte besonders ins Auge und ich denke: ‚Ach guck, das Thema treibt dich doch schon seit Tagen um und du schiebst es immer weg. Vielleicht doch mal Zeit genauer hinzusehen.‘

Diese Meditation dauernd nicht einmal besonders lange. Vielleicht eine Viertelstunde und bringt doch sehr viel. Dieser kleine Ausflug in die Anderswelt, dieses Innehalten zwischen Traumzeit und Alltag scheint einen Energieboost zu bewirken. Ich bin nicht so schnell müde, kriege mehr geschafft und gehe gelassener mit Problemen um.

Das waren die Raunächte

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Ich begehe seit vielen Jahren die Raunächte, doch ich glaube, sie sind noch nie so entspannt und erkenntnisreich gewesen, wie dieses Mal. Ich hatte mir nichts weiter vorgenommen, als die Augen zum Thema „aufräumen, anschauen, loslassen oder behalten“ aufzuhalten und es hat einiges gebracht. Das Gepäck, das ich seit vielen Jahren mit mir herumschleppe ist deutlich leichter geworden und ich habe mehr Überblick, einen klareren Blick was in den Ecken verstaubt und dringend bearbeitet werden muss, bevor auch das gehen kann. Eine große Erleichterung war, dass ich nicht mehr in der Beziehung zu meiner Mutter herum dümple. Ich kann akzeptieren, dass wir uns nicht besonders mochten, aber irgendwie geliebt haben.  Thema ist immer noch mein Verhältnis zum Materiellen. Das hat sich deutlich beim letzten Kartenziehen gezeigt. Also arbeite ich dieses Jahr verstärkt daran, dass auf die Reihe zu kriegen.

Frohes Neues Jahr

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Numerologisch gesehen ist es ein 11er Jahr. Die Karte 11 im Wildwood – Tarot ist „Der Hüter des Waldes“. Im klassischen Tarot ist die 11. Karte „Die Gerechtigkeit“, doch im Wildwood Tart haben die 8. Die Kraft und die 11. Die Gerechtigkeit die Plätze getauscht. Also geht es hier um den sinnvollen Einsatz von Kraft und darum einen Ausgleich zu schaffen. Auch das hat viel mit Gerechtigkeit zu tun. Allerdings eher auf der persönlichen Ebene. Wo setze ich meine Kraft ein, um einen Unterschied zu schaffen? Wie bewusst bin ich mir meiner Kraft? Wichtige Fragen, die man sich immer wieder stellen sollte.

Ich habe mir nichts großartiges fürs neue Jahr vorgenommen, außer achtsam zu sein und mir eben diese Fragen immer wieder zu stellen, um abzugleichen, ob meine Ziele und meine Engagements noch stimmig sind.

 

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