Zehn der Bögen_v1

Seit 42 Jahren beschäftige ich mich mit Tarot und arbeite mit verschiedenen Decks. Das Wildwood Tarot und das Druid Craft sind mir im Laufe der Zeit die liebsten geworden. Was sicher daran liegt, dass sie meinem spirituellen Weg entsprechen und keine christlichen Elemente enthalten. Letzteres ist halt einfach nicht mein Weg, der hat seinen Ursprung im keltisch/germanischen Heidentum. Aber zurück zu den Karten. Es gibt immer welche die einen unangenehm berühren. Mir geht es mit der 10 der Bögen so. Im klassischen Tarot ist es die 10 der Stäbe und das Bild ist ein recht ähnliches. Jemand mit schwerem Gepäck erklimmt einen Berg. Der Gedanke dazu in der klassischen Version. Zuviel Belast, Prioritäten setzen, aussortieren. Meine erste Reaktion, wenn ich die Karte zog: ‚Gib gleich auf, du schaffst es eh nicht!‘

Heute morgen habe die die 10 der Bögen gezogen und wieder war da dieses „Gib auf“, doch diesmal wollte ich mich nicht einfach selbst so abspeisen und begann über der Karte zu meditieren und plötzlich traf es mich. Früher war immer in meinem Hinterkopf, wie gelange ich so schnell wie möglich ans Ziel. Diesmal wollte ich nur ankommen, ohne Eile. Also ist die Botschaft nicht aussortieren und vielleicht wichtiges los zu lassen, sondern, langsam, Schritt für Schritt zu gehen. Die Kraft gut einzuteilen und das Ziel nicht aus den Augen verlieren.